Aktuelles

Unsere Gemeindepraktikantin stellt sich vor

Als ein „neues Gesicht auf Zeit“ darf ich mich an dieser Stelle kurz vorstellen:

Mein Name ist Meike Mehlert, ich studiere im sechsten Semester Theologie an der Katholischen Universität Eich­stätt, um später als Pastoralreferentin für die Erzdiözese München Freising zu arbeiten.

Im Rahmen der studienbegleitenden Ausbildung werde ich die nächsten sechs Wochen bei Ihnen verbringen, um Praxiserfahrungen zu sammeln und Einblicke in das Pfarreileben (unter Coronabedingungen) zu bekommen. Wenn Sie mich sehen, zögern Sie nicht mich anzusprechen.
Ich freue mich auf die Gespräche und die Begegnung mit Ihnen!

Meike Mehlert

Das Schluesselloch von St. Ursula

Seien Sie ruhig neugierig! Ein Blick durchs Schlüsselloch ist eigentlich verboten. Aber in St. Ursula ist er jetzt erlaubt, ja er wird sogar inszeniert. Denn wer nachts die Treppen zum verschlossenen Haupteingang am Kaiserplatz hinauf steigt und durch das ziemlich große Schlüsselloch linst, der kann etwas entdecken…

Den Stein ins Rollen brachten einige Jugendliche, die in der Säulen-Vorhalle gelangweilt auf das Ende einer Hochzeit warteten. „Sind die immer noch nicht fertig da drinnen?“ war die Frage – die Antwort fand sich beim Blick durchs Schlüsselloch, durch das dann gleich noch frech geknipst wurde: „Brautpaar durchs Schlüsselloch“.

Das Vorkommnis fand der Kirchenpfleger nicht anrüchig, sondern tiefgründig: „Die Mitte, aus der wir als Gemeinde leben, ist unser Altar unter der Kuppel. Warum also nicht diese Mitte Tag und Nacht ins Licht setzen?“ Zusammen mit einem Theater-Beleuchter und einem Elektroingenieur wurde zur Tat geschritten: Die Ehrenamtlichen montierten unter der jüngst restaurierten Kuppel zusätzliche Leuchtkörper.

Seither spähen in St. Ursula nachts zuweilen Menschen durchs Schlüsselloch, ganz ungeniert. Im Pfarrverwaltungsrat nahm man es mit Humor: „Neugierde ist nicht infantil, sondern zutiefst menschlich. Nur neugierige Menschen entdecken etwas Neues. Wer durchs Schlüsselloch von St. Ursula späht, der bekommt zu sehen, was sich im Inneren verbirgt“, so die einhellige Meinung.

In Rom, so wissen Reisende, kann man durch das sogenannte „Schlüsselloch“ einer Gartenanlage auf die Kuppel des Petersdomes spähen. In München blickt man nun durch das Schlüsselloch des „Schwabinger Doms“ in den Raum unter der Kuppel. Nur in der Zeit von Gründonnerstag bis zur Osternacht bleibt es dunkel. Um das zu verstehen müsste man auch sonntags mal neugierig sein und in die Kirche gehen.

(Annette Krauss)

Kuppel von St. Ursula nach sechs Jahren Bauzeit wieder offen

23.07.2019 - Die Kuppel von St. Ursula ist nun auch von innen wieder abgerüstet. Damit erhält der Kirchenraum des Schwabinger Doms nach sechs Jahren Bauzeit wieder Licht von oben.

Die äußeren Baugerüste sind bereits seit April abgebaut, seither erstrahlt die Kuppel wieder im warmen Rot der eigens hergestellten Ziegel. Damit wurde sie nach dem Umbau in den Dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts in den originalen Bauzustand von 1897 zurückversetzt und ähnelt der berühmten Renaissance-Kuppel des Florentiner Doms.

Im Inneren der Kuppel haben Maler noch bis Juli Schäden beseitigt. Außerdem wurden die Tambourfenster erneuert und mit einer elektrischen Lüftungsmechanik versehen. 

Am 19. Oktober wird die Pfarrei St. Ursula im Rahmen des Patroziniums der Kirche ein Kuppelfest feiern, bei dem allen Spendern für ihre Hilfe bei der Finanzierung der langwierigen Maßnahme und den beteiligten Firmen für ihren Einsatz gedankt werden soll.

Zum Videoclip "Großes Kuppelkino"